Die Baum-Kletter-Schule

Ein kleiner Bericht darüber, wie unser Kater Timur mit seinen Freunden das Klettern übt.

Es ist Samstag Morgen. Timur darf als einziger in der Familie unseren Papa schonungslos wecken. Miau….schnurrrschurrrschnurr, Miauu …steh auf !!!….Miau ……(Nasenstubser)….schnurrrschnurrrrschnurrr… ichwill raus! Und tatsächlich steht Hussein in aller Frühe auf und macht sich mit seinem Katerchen auf den Weg
in den Hof, er nimmt Luna auch gleich mit, denn die wartet schon ungeduldig an der Tür. Die Sonne scheint und alle anderen Kätzchen sind auch schon unten. Da warten Tobi, Lara und Lola. Lara darf neuerdings den Fahrstuhl nehmen. Kerstin setzt sie einfach früh in einen Korb und lässt diesen dann an einem Strick von ihrem Balkon im zweiten Stock aus nach unten. Lara springt auch erst heraus, wenn sie unten angekommen ist. Was für ein Spaß, so einen Fahrstuhl hätte ich auch gern. Timur tollt mit seinen Freunden auf dem Hof herum. Er weiß genau, dass er auf seinen Papa hören muss und so braucht er auch kein Geschirr. Wenn Hussein laut Nein sagt, bleibt der schlaue Kater sofort stehen und ändert dann seine Richtung. Er folgt so den anderen Katzen eben nicht auf die Nachbarhöfe und das ist wirklich sehr diszipliniert für einen Teenie wie Timur.

Alle unsere Katzenhaus- Katzenkinder sind wahre Meister im Klettern. Tobi zum Beispiel ist in der Lage in einer unglaublichen Geschwindigkeit die riesige Birke zu erklimmen, die im hinteren Teil des Gartens steht. Die ersten Äste kommen erst in ca drei Meter Höhe und doch klettert Tobi wie ein Äffchen den glatten Stamm hinauf. Dann vollführt er wahre Drahtseilakte auf den weit ausladenden aber doch recht dünnen Ästen und
jagt den Eichhörnchen nach.
Luna klettert am liebsten auf den jungen Kastanienbaum. Auch dieser hat die ersten Äste erst in 2 Meter Höhe, doch Luna schafft es auch mühelos den glatten Stamm hinauf.
Das hat Timur noch nicht gelernt. Sehnsuchtsvoll schaut er Luna nach. Da hebt ihn mein Mann einfach mal auf die erste Astgabel und lässt Timur von dort aus allein weiter machen. Die Gelegenheit lässt sich unser Kater nicht entgehen und er klettert weiter nach oben. Luna wartet schon auf ihn und kommt ihm sogar entgegen, um
ihm Mut zu machen. Manchmal klemmt er etwas unbeholfen in einer Astgabel fest aber Timur gibt nicht auf und kommt schließlich höher und höher.

 
Wir fragten uns schließlich, ob unser unerfahrener Kater auch weiß, wie er wieder runter kommt. Erst sieht es so aus, als wüsste er nur wie es nach oben geht und Timur kletterte bedrohlich weit hinauf, dorthin wo die Äste schon dünner werden. Mein Mann fragte mich schon zweifelnd: „ Hab ich einen Fehler gemacht? Wie
bekommen wir ihn denn da jetzt runter?“ ich dachte sogar schon daran, eine Leiter zu organisieren. Aber die liebe Luna kam uns wieder zu Hilfe. Sie begann herunter zu klettern und Timur kam so endlich auch auf die Idee, mal die andere Richtung einzuschlagen. Wir waren sehr erstaunt wie geschickt er den Stamm herunter
kam. Diese Technik liegt den Katzen wohl in den Genen. Nur im letzten Teil verlor unserer Katerchen plötzlich den Halt, fiel ein Stückchen und fing sich aber geschickt wieder auf, indem er sich an Zweige klammerte. War das eine Aufregung. Schließlich konnte mein Mann ihn zu fassen bekommen und Timur vom Baum herunter nehmen.
Das war ihm nun aber auch nicht recht, er wäre sicher auch das letzte Stück gerne noch allein hinunter geklettert. Ich hab ein Video von Timurs letzter Abstiegsetappe gemacht:

 

 

Zum Glück gibt es in unserem Hof auch Bäume, die viel einfacher zu erklimmen sind. Der nächste Baum, an dem Timur seine Kletterkünste ausprobierte war so einer. Er ist sogar oben schön geneigt fast parallel zum Boden und hat viele viele Äste. Dort hat Timur dann eine Menge Zeit verbracht, ein wunderbarer Aussichtspunkt.

 

Ein letztes Kletterabenteuer möchte ich euch noch erzählen. Diesmal nicht von Timur, sondern von unserer Mama Katze Lola. Diese ist doch tatsächlich mit ihrem verletzten Bein auf den Kastanienbaum geklettert und als Hussein am Sonntag Morgen mit Timur in den Hof kam, miaute Lola ganz verzweifelt, weil sie es nicht mehr herunter schaffte. Hussein hatte darauf hin den genialen Einfall, ihr eine Abstiegshilfe zu geben in Form  eines Campingstuhls, der meist unter dem Bäumchen steht. Er hielt Lola den Stuhl so nach oben, dass sie darüber  zur nächsten Astgabel gelangte. Dann hielt Hussein den Stuhl wieder neu hin und die schlaue Lola wusste genau, was zu tun war. Sie bekam somit eine mobile Treppe, die sie den Baum hinunter führte. Mein Mann war sehr
beeindruckt wie klug doch diese Katze ist.
Lolas Verletzung scheint zum Glück endlich besser zu werden. Sie humpelt nun nur noch ganz leicht und wir hoffen, dass das Bein bald ganz geheilt ist.

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Cat Watching – Katzenspaß im Hof

Man könnte fast glauben es ist schon Sommer, so herrlich ist das Wetter zur Zeit.
Da geh ich am liebsten mit unserem Katerchen Timur hinunter ins Grüne und schaue den Katzen beim Spielen zu.
Am Anfang war ich heute mit Timur ganz allein aber schließlich kam die Lara dazu. Sie stolzierte eine Zeit auf der hinteren Hofmauer und beobachte Timur und mich. Dann sprang sie geschickt herunter und begann ein Spielchen mit unserem jungen Kater. Lara interessierte dabei besonders die Leine vom Katzengeschirr. Timur gewöhnt sich langsam aber sicher an sein Anhängsel. Er ist zwar nicht so ausgelassen wie wenn er ohne Geschirr unterwegs ist aber er bewegt sich mehr und mehr und streift zügig über die Wiese, zu den Büschen und diesmal sogar auf die Campingliege statt darunter.

Schließlich gesellten sich auch noch Luna und ihre Mama Lola zu uns nur Tobi fehlte heute mal ganz. Wer weiß, wo er wieder herum stromerte.
Auch Ursula, Lola’s Besitzerin kam noch eine Weile mit herunter.
Luna begann sofort damit, mit ihrer Schwester Lara Angriff und Gegenangriff zu spielen. Die beiden sitzen sich dabei in einigem Abstand gegenüber und belauern sich bis eine den Überraschungsangriff wagt. So überraschend ist der aber für den Beobachter nicht, denn es beginnt immer so: Der Vorderkörper ist geduckt, das Hinterteil angehoben und mit den Hinterbeinen macht die Katze eine Art Warmlaufen auf der Stelle. Es
erinnert mich auch immer an den Trommelwirbel vor einer Zirkus Nummer. Dann folgt der Absprung und die andere Katze lässt sich genüsslich überfallen mit herumwälzen am Boden und allem drum und dran. Dann beginnt das Spiel von vorn und es wird wieder in Lauerstellung gegangen. Sogar Lola lässt sich neuerdings wieder zu
solchen Spielchen mit ihren Töchtern hinreißen.

 

Aber Lola macht uns gerade auch etwas Sorgen. Sie humpelt seit einigen Tagen stark und es wird auch nicht wirklich besser. Sie hat jetzt vom Tierarzt Schmerzmittel bekommen und wir können nur abwarten ob mit der Zeit damit eine Besserung eintritt. Wenn nicht müsste ein Test gemacht werden, ob ein Band gerissen ist. Dieser Test kann aber nur unter Narkose durchgeführt werden, weil es für das Tier zu schmerzhaft wäre und
es völlig verkrampfen würde. Wir hoffen jetzt sehr, dass das nicht nötig sein wird und Lola sich nur das Bein verstaucht hat. Ansonsten ist sie trotz Verletzung viel unterwegs und es ist völlig unmöglich, sie lange drin zu behalten.

Ein Kater an der Leine: Timurs erste Abenteuer mit dem Katzengeschirr

Unser Bengalkater Timur ist nun acht Monate alt. Er ist groß und kräftig geworden und das nicht nur physisch. Seine Persönlichkeit entwickelt sich genauso wie sein Körper, sie wird immer stärker. Timurs Bedürfnisse ähneln immer mehr denen eines Hundes. Er braucht Aufmerksamkeit und Beschäftigung, Auslauf und Abwechslung. Timur erinnert uns immer wieder daran, indem er fleißig miaut, je nachdem was er gerade möchte.
Timur will sich weniger mit sich selbst als sich vielmehr mit uns beschäftigten.
Er erzählt und kommuniziert den ganzen Tag. Miau ! Spielt mal jemand mit mir ? Miau! Mir ist langweilig! Miau! Wo ist denn schon wieder die Luna ? Miau! Ich will auch mit auf den Hof! Miau! Wo ist mein Papa ?
Timur hat eine ganz besondere Beziehung zu meinem Mann, er hört auf ihn wie ein kleiner Hund. Deshalb ist er bis jetzt auch der einzige gewesen, der mit ihm raus gehen konnte. Ohne Geschirr fühlt sich unser Katerchen inzwischen sehr wohl auf dem Hof und tollt mit den anderen Katzen herum.

 

 

Es war nur ärgerlich, dass die Kinder und ich uns nicht allein mit ihm nach draußen trauten und das sollte sich nun endlich ändern. Ich habe tatsächlich ein Katzengeschirr für Timur gefunden, das er akzeptiert.
Damit können wir jederzeit sorglos mit dem Kater nach draußen gehen, ohne dass wir fürchten müssen, dass er über den nächsten Hof verschwindet und keine Lust hat wieder mit rein zu kommen. Er ist sehr schnell und sehr kräftig, da hätten wir kaum eine Chance.

Das erste Geschirr, das wir ausprobiert haben, war wie eine kleine Weste geschnitten und hatte Klettverschlüsse. Sobald ich es Timur angelegt hatte, fiel dieser jedesmal augenblicklich und demonstrativ auf die Seite und bewegte sich nicht mehr. Er tat so, als hätte ich ihn in eine schwere eiserne Rüstung gesteckt, mit der er sich auf keinen Fall bewegen konnte. Timur versuchte zwar nicht, sich daraus zu befreien, aber er kroch mitleideregend in seine Höhle und schaute nur noch zutiefst deprimiert und vorwurfsvoll in die Welt. Dann folgten noch einige herzzerreißende lang gezogene Miaus: Wie könnt ihr mir sowas nur antun!!!
So ging das jedesmal ohne Besserung. Und ich schaute mich schließlich nach einem anderen Geschirr um.
Bei Pinterest hatte ich viele wunderschöne Bilder einer Bengalkatze namens Suki gesehen, die mit ihrer Besitzerin in den traumhaften wilden Landschaften von Kanada umherreist. Sie hat immer ein Geschirr an, das ganz einfach nur aus zwei miteinander verbundenen Gurten besteht, einen für den Hals und einen für den Oberkörper. Es gibt so eine große und wunderschöne Bildersammlung von Suki. Hier ein Link dazu:

Suki die Bengalkatze aus Kanada

So ein Geschirr hatte ich nun auch für Timur bestellt, vielleicht würde er sich darin etwas freier und nicht ganz so angezogen fühlen. Und so war es dann auch. Immerhin bewegt sich unser Katerchen in diesem Geschirr und fällt nicht gleich um.
Die beste Vorraussetzung, um mit ihm den ersten kleinen Ausflug an der Leine zu wagen. So ganz wohl fühlte er sich natürlich noch nicht, aber die Neugier siegte wiedermal über das Unbehagen. Timur lief geduckt aber zielstrebig zu all den Plätzen im Hof, die ihn interessierten. Luna kam auch gleich dazu und machte ihm Mut.

Ich genoss das entspannte Gefühl, alles unter Kontrolle zu haben. Timur konnte nicht mehr einfach unter ein geparktes Auto huschen, wo ich dann eine gefühlte Ewigkeit versuchen müsste, ihn wieder hervor zu locken. Und als Luna durch den Zaun in den Nachbarhof schlüpfte, konnte ich Timur mit Leichtigkeit davon abhalten, hinterher zu rennen. Das gefiel ihm zwar nicht sonderlich, aber Timur akzeptierte seine nicht ganz so freie Situation erstaunlich gut.

Und so durfte er auch bei unserer ersten kleinen Grillparty in diesem Frühling dabei sein. Wir wechselten uns einfach ab mit dem Herumführen des Katerchens. Und mein Mann konnte sich ganz auf den Grill konzentrieren. Es war eine so schöne und besondere Katzenhaus-Party, ganz spontan mit vielen Gästen und vielen Katzen.

Timur Katzengeschirr5
Die ersten und die ungeduldigsten Partygäste .

Wir gehen jetzt jeden Tag mit Timur auf den Hof und wir alle haben dabei unseren Spaß. Die Kinder haben sogar eine kleine Festung aus Ziegelsteinen gebaut, die er jetzt als Basislager für seine Erkundungen nutzt.